Ursula Krebs: Sophies Brautpreis: Eine afrikanische Frau erzählt
Anna 28. Februar 2009
Das Buch „Sophies Brautpreis“ hat den Untertitel „eine afrikanische Frau erzählt“, das stimmt nur zum Teil die Deutsche Ursula Krebs erzählt hier die Geschichte einer Frau aus Kamerun. Das macht sie nicht zum ersten Mal, sondern sie hat schon die Geschichte von Mireille Makampe „Der Wille meines Vaters geschehe“ und von Rosaline Massado „Komm, zünde meine Lampe an“ geschrieben. Beides sind auch Bücher über Frauen in Kamerun, ihr Leben in Polygamie, der Chancenungleich von Frauen, ihrer Abhängigkeit von den Männern, erst den Vätern und später den Ehemännern.
Sophie wächst in einer polygamen Familie auf, sie darf die ersten Jahre zur Schule gehen, erst später erfährt sie, dass sie als Mädchen nicht die gleichen Chancen wie ein Junge hat. Ihr Wunsch Krankenschwester zu werden über einen christlichen Orden wird von ihrer Familie zunichte gemacht, man pocht auf eine Ehe. Sie fügt sich und heiratet einen sehr armen Mann, dem sie hilft ihren Brautpreis zu zahlen. Die Ehe scheitert letztendlich und um sich zu befreien zahlt sie diesen Brautpreis ein zweites Mal, diesmal an ihrem Mann, der damit alle Rechte an ihr verliert.
Ursula Krebs erzählt die Geschichte anschaulich und berührend, das Schicksal Sophies ist ein Beispiel für viele Frauen in Afrika, selbst wenn es heute kaum noch einen Brautpreis gibt, sind die Abhängigkeiten für viele Frauen noch ähnlich.
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