José E. Agualusa: Das Lachen des Geckos
Anna 3. Februar 2009
Ein Gecko ist der Ich-Erzähler einer nicht nur deswegen ungewöhnlichen Geschichte. „Das Lachen des Geckos“ ist ein Rom,an von José Eduardo Agualusa, der im heutigen Angola spielt. Dieser Gecko lebt im Haus von Felix Ventura, ein Albino, der in Luanda lebt, eigentlich Antiquar ist und dessen Tätigkeit es nun ist, Biografien zu erfinden. Nach der Unabhängigkeit Angolas und dem darauf folgenden Bürgerkrieg haben viele Menschen das Interesse ihre Vergangenheit zumindest teilweise abzulegen und mit einer reineren Weste neu zu starten. Diesen Menschen erstellt Felix Ventura eine neue Biografie, die sich besser macht im heutigen Angola.
Eines Tages kommt ein Fremder zu Felix Ventura, der sich eine komplett neue Biografie erstellen lassen will, er drängt Felix Ventura weiter als je zuvor zu gehen. Und dieser schafft es, die neue Biografie so lebendig zu gestalten, dass der Fremde selbst sie glaubt und in sie eintaucht.
José Eduardo Agualusa ist in Angola geboren, hat in Brasilien und Portugal gelebt und ist ein Kenner der Zeitgeschichte Angolas, die er in diesem Roman mitverarbeitet. Er hat einen wunderschönen poetischen Roman geschrieben, der einen geradezu magisch fesselt und immer wieder zum Schmunzeln bringt und bei dem man nie Zweifel hat, dass man das Lachen des Geckos hören kann.
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