André Gide: Kongo und Tschad

Anna 11. September 2008

gide1 André Gide: Kongo und Tschad

Die „Bibliothek verbrannter Bücher“ ist ein Projekt zur Erinnerung an die Bücherverbrennungen 1933 durch die Nationalsozialisten. Im Rahmen dieses Projektes werden 120 der damals verbrannten Bücher in einer Neuedition aufgelegt. Unter den ersten 10 erschienen Büchern sind z.B. Werke von Kafka, Kästner, Anna Seghers, Tucholsky und der hier vorzustellende Band „Kongo und Tschad“ von André Gide (ursprünglich erschienen 1930).
1925 macht sich (der spätere Literatur-Nobelpreisträger) André Gide auf eine Reise von Paris nach Zentralafrika auf. Diese Reise in den Kongo und den Tschad wird für ihn zum prägenden Erlebnis. Zurück in Europa schildert er in Vorträgen und Büchern die unhaltbaren ausbeuterischen Zustände in den französischen Kolonien. Der nun neu aufgelegte Reisebericht ist das Zeugnis der Entwicklung seines politischen Bewusstseins und seines daraus folgenden politischen Engagement für Reformen in den Kolonien.
Das Buch ist für historisch interessierte Leser sehr zu empfehlen, neben dem Afrikabezug dieses Titels ist auch noch mal auf das generell wichtige Projekt der „Bibliothek der verbrannten Bücher“ hinzuweisen.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben