Sachliteratur

Über Afrika und die Politik, Wirtschaft und Kultur werden viele interessante Bücher verfasst, die sich mehr oder weniger sachlich fundiert mit den Themen, die Afrika bewegen, auseinandersetzen oder uns Europäern unseren Nachbar-Kontinent näher bringen wollen. Afrika-Buchtipps soll helfen, die für Ihre Ansprüche passende Sachliteratur zu Afrika ausfindig zu machen.

Natascia Zullino: Afrika und die Kunst der Reklame

Anna 30. Dezember 2009

„Afrika und die Kunst der Reklame“ von Natascia Zullino ist ein kleinformatiger Bildband zum Thema Reklame in Afrika. Werbung wird in Afrika meistens mit ganz einfachen Mitteln direkt auf Häuserwände oder Schilder gemalt. Mal ist diese Werbung selbst gemalt von den Inhabern der Geschäfte, mal sind richtige Künstler am Werk (manchmal ist dies die einzige Verdienstmöglichkeit von Kunststudenten). Natascia Zullino hat diese Alltagskunst auf mehreren Reisen bzw. Arbeitsaufenthalten in einigen (v.a. west-) afrikanischen Ländern fotografiert und nun für diesen Bildband zusammengestellt. Nach Themen geordnet zeigt sie, wie in verschiedenen Ländern mit viel Fantasie und oft auch Witz für bestimmte Produkte aber auch Dienstleistungen geworben wird. ...

 

Regula Tschumi: Die vergrabenen Schätze der Ga : Sargkunst aus Ghana

Anna 30. Dezember 2009

„Die vergrabenen Schätze der Ga“ ist ein sehr informativer großformatiger Bildband von Regula Tschumi. In diesem Fall sind die vergrabenen Schätze nicht das, was man vielleicht normalerweise vermuten würde, irgendwelche evrgrabene Kunstschätze, Schmuck etc. sondern es sind die Särge selbst. Bei den Ga, einer der großen Ethnien in Ghana, die im Raum Accra angesiedelt sind, gibt es seit ungefähr 50 Jahren eine Tradition der Sarg-Kunst. Die Särge werden von Sargschreinern kunstvoll figürlich gestaltet, in Form von Objekten, die einen Bezug zu dem Menschen haben, der in ihnen begraben wird. So gibt es z.B. ein Huhn für eine gute Mutter, eine Kakaobohne für einen Kakaofarmer, eine Zeitung für einen Intellektuellen, ein Flugzeug für einen Menschen, der ...

 

Nayo Bruce. Geschichte einer afrikanischen Familie in Europa

Anna 30. Dezember 2009

„Nayo Bruce“ ist der Name eines Mannes aus Westafrika (Togo/Ghana) der um 1900 als Darsteller für eine der damals weit verbreiteten Völkerschauen nach Europa kommt. Auf dem ersten Blick ein Opfer dieser aus unserer Sicht unwürdigen Darstellung von Menschen aus exotischen Ländern macht Nayo Bruce daraus aber sehr viel. Schon in Togo der Oberschicht angehörig und dabei sehr gebildet, ist sein Ziel mit seiner Familie in Europa Fuß zu fassen. Und so setzt er nach der ersten Reise als Darsteller alles daran wieder nach Europa zu kommen, dazu organisiert er eine eigene Showtruppe für Völkerschauen. Zuerst ist er mit dieser Gruppe angestellt bei einem Veranstalter, nach Reibereien mit diesem macht er sich später selbstständig und ...

 

Michael Landgraf : Akwaaba

Anna 30. Dezember 2009

„Akwaaba“ – das heißt in der ghanaischen Sprache Twi „Willkommen“. Ein Wort das einem als Besucher in Ghana überall begegnet und das nicht nur in diesem Buch für Ghana und die herzliche Gastfreundschaft der Ghanaer steht. Dieses Buch für Kinder/Schüler wird im Untertitel als Nachdenk- und Aktionsbuch beschrieben. Das ist recht passend, es ist ein Buch, das durch das Schildern von Alltagsdingen zum Nachdenken über Ghana anregt. Der Autor Michael Landgraf ist Religionspädagoge, hat Ghana bereist und ein Buch geschrieben, das man im Schulunterricht einsetzen kann aber das auch außerhalb der Schule gut als Sachbuch für Kinder geeignet ist. Am Beispiel der beiden ghanaischen Kinder Elsi und Kofi stellt er ...

 

Ellen Ismail: Sudaniya : Frauen aus Sudan

Anna 30. Dezember 2009

Was wissen wir von den Frauen im Sudan? Dass wir sehr wenig wissen, wird uns immer bei Nachrichten bewusst, wie gerade jetzt auch wieder, wenn wir hören, dass Frauen gegen islamisches Recht verstoßen und aus unserer Sicht oft brutal bestraft werden. Ellen Ismails Buch „Sudaniya“ kann uns da weiterhelfen. Die Autorin ist Ethnologin, mit einem Mann aus dem Sudan verheiratet und hat dort 20 Jahre gelebt, sie kennt die gesellschaftlichen Verhältnisse im Sudan äußerst gut und gibt so im ersten Teil ihres Buches einen sehr guten Einblick in diese. Der zweite vielleicht noch wichtigere Teil des Buches beinhaltet ihre aufgezeichneten Gespräche mit sudanesischen Frauen, zwei Drittel der Gespräche stammen aus ...

 

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