Wer könnte uns besser das “reale” Afrika vermitteln als afrikanische Autoren und Autorinnen? Daher sollen bei Afrika-Buchtipps besonders afrikanische Autoren und Autorinnen Beachtung finden und so die afrikanische Literatur gefördert werden.
Anna 30. Dezember 2009
Fast 30 Jahre nach der englischsprachigen Originalausgabe erschien nun endlich auch auf Deutsch ein Gedichtband von Jack Mapanje aus Malawi unter dem Titel „Und Gott ward zum Chamäleon“. Dieser Gedichtband hat das Leben des Autors extrem verändert, nachdem er 1981 im Original erschienen ist. 1985 wird das Buch in Malawi verboten, 1987 wird der Autor inhaftiert. Er wird 4 Jahre lang ohne Angabe von Gründen und ohne Anklage im Gefängnis festgehalten und erst 1991 nur aufgrund internationalen öffentlichen Drucks freigelassen. Seitdem lebt er in England im Exil.
Die Gedichte sind in der Zeit zwischen 1971 und 1981 entstanden und sie üben zum großen Teil Kritik aus ...
Tags: Gedichte, Malawi
Anna 30. Dezember 2009
„Zum Wiedersehen der Sterne“ ist der Titel des ersten Romans des in en USA lebenden Äthiopiers Dinaw Mengestu. In diesem - in Amerika aber auch hier - hoch gelobten Roman geht es um afrikanische Immigranten in den USA. Ihr Ankommen in der amerikanischen Gesellschaft und die bleibende Fremdheit trotz des jahrelangen Lebens dort. Dinaw Mengestu selbst ist im Umfeld afrikanischer Immigranten in den USA aufgewachsen, nachdem er im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern aus Äthiopien in die USA gekommen ist.
Der Äthiopier Sepha Stephano, die Hauptfigur des Romans, kam als Heranwachsender vor 17 Jahren in die USA. Hat dort aber in ...
Tags: Äthiopier, Emigration, USA
Anna 8. August 2009
Der Nigerianer Wole Soyinka war Afrikas erster Literatur-Nobelpreisträger überhaupt, in der Laudatio wurde er als 'writer und fighter' bezeichnet. Am 13. Juli diesen Jahres wurde er 75 Jahre alt. Zum Anlass dieses Tages machte ihm aber v.a. uns der Thomas Reche Verlag ein ganz besonderes Buchgeschenk. Eine wunderschöne bibliophile Ausgabe eines Essays von Wole Soyinka, bereichert mit mehreren zweifarbigen Offsetlithographien von Jürgen Brodwolf. ...
Tags: Essay, Menschenrechte, Nigeria, Soyinka
Anna 8. August 2009
„Big Chiefs“ ist der Beitrag des kenianischen Autors Meja Mwangi zu dem Projekt „Rwanda - écrire par devoir de mémoire“, in dessen Rahmen zehn afrikanische Schriftsteller Ruanda im Jahr 1998 besuchten. Dabei sahen sie die Stätten des Genozid aber sie sprachen auch mit Opfern und Tätern. Auf Deutsch gibt es bisher neben den „Big Chiefs“ folgende Titel aus dem Projekt: „Der Schatten Gottes: Reise ans Ende Ruandas“ von Véronique Tadjo und „Schädelernte“ von Abdourahman A. Waberi. Dass alle Bücher zum Thema ...
Tags: Genozid, Kenia, Macht, Parabel, Ruanda
Anna 8. August 2009
„Der letzte Bruder“ ist der zweite Roman der Journalistin Nathacha Appanah, die in Paris lebt aber ursprünglich aus Mauritius kommt, dort spielt auch dieser Roman. Es ist der Roman einer außergewöhnlichen Freundschaft. Zum letzten Bruder wird der 10järige Junge David für den gleichaltrigen Raj. Dieser leidet unter seinem gewalttätigen Vater, der ihn und seine Mutter misshandelt, seine Mutter kann ihn nicht genug schützen. Raj fühlt sich sehr allein und dabei auch schuldig daran, da er seine beiden Brüder bei einer Katastrophe während eines Unwetters verloren hat, die nur er überlebt hat. ...
Tags: Familie, Freundschaft, Geschichte, Mauritius